Was genau macht eigentlich ein Buchcoach?

Diese Frage wird mir häufig gestellt. Verständlich. Daher versuche ich mich an einer Erklärung.
Erst einmal sei erwähnt, dass mir diese Bezeichnung von einer offensichtlich zufriedenen Kundin verliehen wurde. Ich wäre vermutlich gar nicht selbst darauf gekommen. Warum eigentlich?
Wie die Leserin oder der Leser, ich nenne sie jetzt im Text einfachhalber einmal den Leser, vielleicht schon wissen, habe ich mein 47jähriges berufliches Leben mit Büchern, Verlagen, Buchhandlungen und Mitarbeitern und Beratung verbracht.
Es war und ist immer noch eine spannende Zeit, die mich vor viele Herausforderungen stellte, unglaubliche Entdeckungen zutage brachte und mich häufig mit Aha-Erlebnissen beglückte.
Vor und hinter einem Buch steht ein Mensch. Das ist jetzt keine bahnbrechende neue Erkenntnis für den Leser. Dieser Mensch hat eine Idee, einen Text oder gar bereits ein Buchprojekt fertiggestellt. Wobei das Ende eines Buchprojektes manchmal wieder ein Anfang ist, aber dazu später mehr.
Der Mensch hat zum Beispiel 350 Seiten geschrieben und schon mehrmals den Text korrigiert. Er hat einen Titel für das Buch erdacht, einen Plot erfunden oder umgekehrt und meldet: fertig! Was nun?
Er googelt nach Verlagen, die das Manuskript verlegen könnten. Viel weiß er natürlich nicht von der deutschen Verlagswelt, aber der eine oder andere Verlag ist ihm namentlich bekannt oder es steht ein Titel des auserwählten Verlags im Buchregal. Der müsste es sein!
Nun verschickt er das Manuskript per Post oder per E-Mail an ein Lektorat@…
Und denkt, hurra, ich habe es geschafft! Das hört sich für den Leser eher schlicht an? Ist es auch- und es ist leider Realität, dass dieser Mensch wahrscheinlich keine Antwort des auserwählten Verlags erhalten wird. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Ausreichend frustriert gibt er entweder auf oder fragt jemanden, der im Thema ist und sich damit auskennt. Da könnte der BuchCoach ins Spiel kommen.

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